Die Europäische Kommission hat die bevorstehende Verabschiedung einer Verordnung zum Verbot von Bisphenol A (BPA) und anderen schädlichen Bisphenolen in Lebensmittelkontaktmaterialien (FCM) angekündigt. Dieser Schritt erfolgte nach umfassenden Konsultationen und der Einigung der Mitgliedstaaten und stellt einen wichtigen Schritt zur Verbesserung der Verbrauchersicherheit dar.
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) spielte bei dieser Entscheidung eine entscheidende Rolle. Im April 2023 senkte sie die zulässige tägliche Aufnahmemenge (TDI) für BPA drastisch auf 0,2 Nanogramm pro Kilogramm Körpergewicht und verwies dabei auf gesundheitliche Risiken für alle Altersgruppen. Aufbauend auf dieser wissenschaftlichen Bewertung schlug die EU-Kommission im Juli 2023 das Verbot vor. Der Vorschlag erhielt im Juni 2024 die Zustimmung der Mitgliedstaaten und wartet nun auf die endgültige Annahme durch das Europäische Parlament und den Rat.
Die Regulierungsziele Verwendung von BPA in allen Lebensmittelverpackungen, einschließlich Beschichtungen für Metalldosen, sowie in Konsumgütern wie wiederverwendbaren Plastikgetränkeflaschen, Wasserspendern und Küchengeschirr. Übergangsfristen sind vorgesehen, um den Branchen ausreichend Zeit zur Anpassung zu geben, ohne dass es zu erheblichen Störungen der Lebensmittelversorgungskette kommt.
BPA wird häufig bei der Herstellung von Lebensmittelkontaktmaterialien verwendet, beispielsweise in Epoxidharzen für Dosenbeschichtungen und in langlebigen Kunststoffen für Mehrwegbehälter. Darüber hinaus ist es ein wichtiger Bestandteil von Produkten wie Klebstoffen, Druckfarben und Epoxidbeschichtungen für Lebensmittelbehälter, darunter auch für Getränke wie Wein und Bier. Die Verordnung befasst sich mit diesen Anwendungen, um höhere Standards für Lebensmittelsicherheit und Gesundheitsschutz zu gewährleisten.
Nächste Schritte
Interessengruppen, darunter Hersteller und Lieferanten, werden dringend gebeten, ihre aktuellen Praktiken zu überprüfen und mit der Umstellung auf BPA in Lebensmittelkontaktmaterialien zu beginnen. Eine frühzeitige Einhaltung der Vorschriften minimiert potenzielle Störungen und stellt die Übereinstimmung mit dem künftigen Regulierungsrahmen sicher.