Künstliche Süßstoffe: Welche Auswirkungen haben sie auf die Darmmikrobiota?

Kein Zucker und reduzierter Zucker im Löffel

Am 15. Mai 2021 veröffentlichte die Anglia Ruskin University in Großbritannien eine Studie über die Auswirkungen von Künstliche Süßstoffe regulieren die pathogenen Eigenschaften zweier Modell-Darmbakterien negativ: E. coli und E. faecalis.

Im Mittelpunkt der Studie standen die Auswirkungen insbesondere der künstlichen Süßstoffe Saccharin, Sucralose und Aspartam auf die Darmbakterien Escherichia coli (E. coli) und Enterococcus faecalis (E. faecalis) sowie deren Auswirkungen auf den Darm und die Darmwand und wie sie zu Schäden und schweren Infektionen führen können.

Der Dozent und Autor der Studie, Dr. Havovi Chichger, erklärte: „Die Studie hat erstmals gezeigt, dass einige der in Lebensmitteln und Getränken am häufigsten vorkommenden Süßstoffe normale und als gesund geltende Darmbakterien im menschlichen Körper pathogen machen können. Dies kann zu einer verstärkten Bildung von Biofilmen und zur Adhäsion/Invasion von Bakterien in menschlichen Darmzellen führen, was möglicherweise zu Sepsis und Multiorganversagen führt.“ Er fügte hinzu: „Der Konsum künstlicher Süßstoffe ist sehr besorgniserregend, da einige Studien zeigen, dass sie die Bakterienschicht, die den Darm und die Darmmikrobiota unterstützt, beeinträchtigen können.“

Die Internationale Süßstoffvereinigung Der in Belgien ansässige Verband „Süßstoffe für Tiere“ (Brüssel) reagierte auf die Ergebnisse der Studie mit der Feststellung, dass „das In-vitro-Studiendesign die Relevanz aller Erkenntnisse, die beim Menschen auftreten können, einschränkt, da solche Studien nicht das gesamte komplexe, interaktive System reproduzieren, das bei Menschen oder Tieren vorhanden ist.“ Der Verband erklärte außerdem, dass „aktuelle Erkenntnisse keine negativen Auswirkungen von kalorienarmen/-freien Süßstoffen auf die Darmmikrobiota zeigen.“

Diese Studie hat bei Verbrauchern weitere Bedenken hinsichtlich Süßstoffen geweckt, da Regierungen weltweit versuchen, ihre Lebensmittelindustrie dazu zu bewegen, auf Zucker in Lebensmitteln und Getränken zu verzichten und stattdessen zugelassene Zusatzstoffe wie Süßstoffe zu verwenden, um der Fettleibigkeits- und Diabeteskrise entgegenzuwirken. Wenn die Lebensmittelindustrie weltweit weiterhin mehr Süßstoffe als Zucker in Lebensmitteln verwendet, ist es unerlässlich, dass diese Faktoren weiter untersucht werden und Regierungen die Auswirkungen von Süßstoffen im Vergleich zu Zucker in Lebensmitteln und Getränken besser verstehen, um die langfristigen Auswirkungen beider auf unsere Gesundheit besser zu verstehen.

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