Lebensmittelwerbung unter der Lupe: Gesundheitsbezogene Angaben in der EU, Werbung für Lebensmittel mit hohem Fett-, Zucker- und Salzgehalt in Großbritannien und Offenlegungspflichten in Korea

Lebensmittelwerbung unter der Lupe: Gesundheitsversprechen in der EU, Werbung für Lebensmittelsicherheit in Großbritannien und Offenlegungspflichten in Korea

Die Durchsetzung der Vorschriften für Werbeaussagen in der Lebensmittelwerbung wurde Mitte 2026 in mehreren wichtigen Märkten verstärkt und wies im Verhältnis zum Volumen einen hohen Anteil riskanter regulatorischer Warnmeldungen auf. Die herausragenden Signale waren nicht Beratungen, Es handelte sich um Entscheidungen: eine abgelehnte gesundheitsbezogene Angabe in der EU, eine stattgegebene Werbebeschwerde in Großbritannien und strengere Regeln für Empfehlungen in Südkorea. Der gemeinsame Nenner ist die Nachweispflicht. ganz anders Regierungen und Regulierungsbehörden stellen sich dieselbe Frage: Können Sie beweisen, was Ihre Verpackung und Werbung suggerieren?

Die EU hat einen Gesundheitsanspruch abgelehnt.

Eine Verordnung der Europäischen Kommission, die die Zulassung einer bestimmten gesundheitsbezogenen Angabe verweigert, wurde veröffentlicht. Das EU-Recht für gesundheitsbezogene Angaben beruht auf einem Prinzip, das Marken immer noch vor Herausforderungen stellt: Eine Angabe muss vor ihrer Verwendung genehmigt werden. Auch implizite gesundheitliche Vorteile, ein positiver Wellness-Effekt, eine funktionelle Aussage und sogar Bildmaterial gelten als gesundheitsbezogene Angaben. Eine Ablehnung markiert die Grenze und gibt Anlass, grenzwertige Formulierungen auf der Verpackung oder in den Kampagnenmaterialien zu überprüfen. Wird der Fehler bei der Überprüfung der Grafik entdeckt, ist eine Korrektur erforderlich; wird er nach dem Verkaufsstart bemerkt, muss die Kennzeichnung angepasst werden.

Großbritannien hat gegen eine Werbung für ungesündere Lebensmittel entschieden.

Die britische Werbeaufsichtsbehörde (ASA) gab einer Beschwerde gegen bezahlte Online-Werbung für ein ungesundes Lebensmittelprodukt statt. Die Kontrolle von Werbung für Produkte mit hohem Fett-, Salz- und Zuckergehalt (HFSS) hat sich verschärft, und der digitale Kanal ist eindeutig davon betroffen. Bezahlte Social-Media- und Online-Platzierungen unterliegen denselben Standards wie Fernsehwerbung, obwohl sie oft deutlich schneller geplant und veröffentlicht werden. Marken, die Performance-Marketing für Lebensmittel und Getränke betreiben, sollten die HFSS-Regeln von Anfang an als kreative Einschränkung berücksichtigen, denn die Geschwindigkeit des digitalen Bereichs führt gerade zu nicht konformen Platzierungen.

Südkorea hat die Regeln für Werbeverträge verschärft.

Die südkoreanische Wettbewerbsbehörde hat ihre Richtlinien für Empfehlungs- und Testimonialwerbung verschärft und die Offenlegungspflichten erhöht. Influencer-Marketing ist mittlerweile ein etabliertes Ziel der Aufsichtsbehörden, und nicht oder unzureichend offengelegte Geschäftsbeziehungen lassen sich leicht aufdecken; leicht zu erkennen, schwer zu verteidigen. Jede Marke, die mit koreanischen Content-Creatorn zusammenarbeitet oder eine einheitliche globale Influencer-Strategie verfolgt, muss die Offenlegung vertraglich festlegen und im Content selbst sichtbar machen.

Was bedeutet das für Lebensmittel- und Getränkemarken?

Die Durchsetzung von Werbeaussagen kennt weder Grenzen noch Kanäle: Die Ablehnung einer EU-Gesundheitsaussage, eine Entscheidung in Großbritannien bezüglich digitaler Werbung und koreanische Werberichtlinien sind drei Seiten derselben Medaille: Was Sie behaupten, müssen Sie belegen können, und was Sie im Rahmen Ihres Honorars sagen, müssen Sie offenlegen. Erstellen Sie Belegdateien, bevor Sie Werbeaussagen einreichen, behandeln Sie die Richtlinien für Gesundheit, Ernährung und Sicherheit (HFSS) sowie die Offenlegungspflichten als kreative Impulse und nicht als nachträgliche Überlegung und überprüfen Sie Ihre bestehenden Werbemittel anhand aktueller Entscheidungen. Die Diskrepanz zwischen “implizit” und “behauptet” ist genau der Punkt, an dem die Durchsetzung von Werbeaussagen erfolgt. RegASK Verfolgt Kennzeichnungsvorschriften, Werbeaussagen und Werbeentscheidungen globaler Regulierungsbehörden und hilft so Marken- und Compliance-Teams, laufende Kampagnen an die neuesten Durchsetzungsbestimmungen anzupassen. 

Sind Sie bereit, Compliance in einen strategischen Vorteil umzuwandeln?

Demo buchen
Reginsights Grafiken